Sitzschulung
Der gute Sitz des Reiters wird immer wieder erwähnt, aber wenig traininert und selten in Unterrichtskonzepte einbezogen. Dabei handelt es sich doch um die wichtigste Hilfe. Ein guter Sitz bedeutet weit mehr, als in allen Gangarten oben zu bleiben und eine gute äußere Form anzunehmen. Mit kleinen Veränderungen im Sitz kann ich die Biomechanik und Losgelassenheit des Pferdes konkret beeinflussen. Der korrekte Sitz kann nicht für jedes Pferd und jede Situation gleich sein, sondern soll die gemeinsame Bewegung beispielsweise auf der hohlen oder steifen Seite des Pferdes spezifisch verbessern. Spezifische Bewegungen, wie mit den Oberschenkeln die Brustkorbrotation des Pferdes zu beeinflussen, bringen dein Reiten auf ein neues Level.
Korrekturen wie "nicht in der Hüfte einknicken" führen selten zum Erfolg. Bewegungslernen ist komplex und findet häufig unbewusst durch geeignete Übungen und innere Bilder statt. In meiner Reitpädagogik-Ausbildung habe ich diesbezüglich insbesondere Übungen angelehnt an die Konzepte von Feldenkrais, Franklin und Neuroathletik kennen gelernt.
Sinnvoll ist immer eine Videoanalyse, da sich die eigene Wahrnehmung häufig von der Realität unterscheidet und man durch die Möglichkeit der Zeitlupe bestimmte Probleme besser analysieren kann. Sehr hilfreich ist zudem "Trockentraining", also das Erlernen von Feinheiten in Sitz und Hilfengebung ohne Pferd.
"Wir reiten keinen Stil, wir reiten alle Pferde"
[Jean-Claude Dysli]
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